
Der Vorstand des Mieterinnen- und Mieterverbandes Kanton Schwyz (v.l.n.r.): Bernadette Schuler, Andreas Marty (Präsident), Walter Fritsche (nach 40 Jahren verabschiedet), Silke Mai, Harald Stockmaier (Geschäftsleitung), es fehlt: Elias Studer
13.02.2026
Teurere Mietpreise und akute Wohnungsnot
Der Mieterinnen- und Mieterverband des Kantons Schwyz hielt am Donnerstag, 23. April 2026 in Einsiedeln seine 43. Mitgliederversammlung ab. Der Präsident hielt auf ein prägendes Jahr Rückblick. Trotz stetig steigender Mietpreise, herrscht akute Wohnungsnot im Kanton Schwyz.
An der gut besuchten Mitgliederversammlung des Verbandes blickte der Präsident Andreas Marty in seinem Jahresbericht auf ein aktives Jahr zurück.
Millionärsdichte und akute Wohnungsnot
Wie wichtig der Mieterinnen und Mieterverband ist, zeigt die Tatsache, dass der Kanton Schwyz landesweit die drittteuersten Mietpreise hat und trotzdem an akuter Wohnungsnot leidet. Nur Zug und Zürich liegen noch vor Schwyz. Unser Kanton ist längst kein armer ländlicher Kanton mehr. Schwyz hat die höchste Millionärsdichte aller Kantone und ist, gemessen an der Steuerkraft seiner Steuerpflichtigen, nach Zug der zweitreichste Kanton der Schweiz. Genau dies führte dazu, dass die Preise für Wohneigentum und Mieten ständig gestiegen sind. In seinem Jahresbericht wies Präsident Andreas Marty auf eine Studie von Homegate und der Zürcher Kantonalbank hin, die besagt, dass im Kanton Schwyz von Februar 2024 bis Februar 2025 die Angebotsmieten um 10,5 Prozent gestiegen sind! Trotz Senkung des Referenzzinssatzes im September 2024.
Tiefe Steuern sorgen für Mietpreisanstieg
Aus diesem Anlass hatte der Mieterinnen- und Mieterverband im November 2025 mit einer Medienmitteilung auf die angekündigte Steuersenkung des Kantons aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass immer tiefere Steuern zu immer höheren Mieten führen. Tiefe Steuern ziehen Menschen mit viel Vermögen in den Kanton, diese können sich hohe Mieten und luxuriösen Wohnraum leisten, was gleichzeitig eine Verteuerung der Mietpreise nach sich zieht. Diesen Zusammenhang blendete der Kantonsrat aber ein weiteres Mal aus und stimmte für die Senkung der Kantonssteuern. Die Gesamtsituation bleibt alarmierend. Die Mieten steigen weiter, die Politik schaut zu. Immer mehr Menschen sind gezwungen, wegen fehlendem oder zu teuren Wohnungen den Kanton zu verlassen. Im Juni 2026 wird der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband die Mietpreis-Initiative einreichen.
Nach 40 Jahren verabschiedet
Das Dienstleistungsangebot des Mieterinnen- und Mieterverbandes beinhaltet unter anderem die Rechtsberatung durch Juristen mit Spezialgebiet Mietrecht oder die Begleitung bei Wohnungsabnahmen. Mit Referenden sowie der Lancierung und Unterstützung politischer Kampagnen, setzt sich der Verband aktiv für die Rechte der Mietenden ein. Nach 40 Jahren sehr engagierter Vorstandstätigkeit verabschiedete die Versammlung Walter Fritsche mit grossem Applaus. Der wiedergewählte Vorstand setzt sich folgend zusammen: Andreas Marty (Präsident), Harald Stockmaier (Geschäftsleitung), Bernadette Schuler (Finanzen), Silke Mai und Elias Studer. Die beiden Rechnungsrevisoren Peter Nötzli und Walter Nüesch wurden ebenso für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Die weiteren statuarischen Geschäfte des Verbandes wurden in gewohnt speditiver Weise behandelt. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Mitgliederversammlung fand in angeregter Gesellschaft das Abendessen statt.
Mitgliedschaft im Mieterinnen- und Mieterverband
Eine Mitgliedschaft im Mieterinnen- und Mieterverband des Kantons Schwyz steht allen Mieter*innen offen. Interessierte wenden sich bitte an den Mieterinnen- und Mieterverband Kanton Schwyz, Postfach 527, 6440 Brunnen. Die Mitgliedschaftsunterlagen können auch telefonisch unter 0848 053 053 oder per E-Mail über schwyz@mieterverband.ch bestellt werden. Stets aktuelle Informationen rund ums Mieten und Wohnen finden sie auch auf der Homepage des Mieterinnen- und Mieterverbandes unter www.mieterverband.ch/schwyz.
Mieterinnen- und Mieterverband Kanton Schwyz